Eine Fehlgeburt ist ein tiefes Erlebnis, körperlich wie seelisch. Viele Frauen fragen sich danach, wann sie wieder schwanger werden können und ob eine neue Schwangerschaft sicher ist.
Die gute Nachricht:
Medizinisch gesehen ist es oft schon 2–4 Wochen nach einer Fehlgeburt wieder möglich, schwanger zu werden. Der Eisprung kann früh zurückkehren, sobald sich der Hormonhaushalt stabilisiert hat.
Studien zeigen, dass eine erneute Schwangerschaft innerhalb von 3–6 Monaten in der Regel kein erhöhtes Risiko mit sich bringt. Im Gegenteil: Viele Frauen, die innerhalb dieses Zeitraums wieder schwanger werden, erleben eine gesunde Schwangerschaft.
Wichtig ist, dass sich Körper und Seele bereit fühlen. Nach einer Fehlgeburt braucht Dein Körper Erholung und Dein Herz Geduld.
Das findest Du auf dieser Seite
Wann spricht man von einer Fehlgeburt?
Von einer Fehlgeburt (Abort) spricht man, wenn die Schwangerschaft endet, bevor das Kind lebensfähig ist.
Ärztliche Einordnung:
- Frühabort: bis zur 12. Schwangerschaftswoche
- Spätabort: 13.–23. Schwangerschaftswoche
Nach der 24. Woche (über 500 g Geburtsgewicht) spricht man von einer Totgeburt.
Etwa ab der 5. Schwangerschaftswoche, also ab dem Zeitpunkt, an dem eine Schwangerschaft festgestellt werden kann, liegt die Fehlgeburtsrate bei rund 10–15 %.
Wann kannst Du nach einer Fehlgeburt wieder schwanger werden?
Aus biologischer Sicht kann Dein Körper bereits nach dem ersten Zyklus wieder fruchtbar sein.
Die WHO empfiehlt, mindestens 6 Monate zu warten, um Körper und Seele Zeit zur Erholung zu geben. Studien zeigen jedoch, dass eine erneute Schwangerschaft oft schon nach wenigen Monaten sicher möglich ist – sofern Du Dich bereit fühlst.
Wichtig ist, dass Körper und Seele im Gleichklang sind.
Wenn Du innerlich stabil bist, kannst Du den Kinderwunsch sanft wieder aufleben lassen. Viele starten in dieser Phase schon wieder mit der Einnahme passender Nahrungsergänzung.
Kleine Rituale für die Seele:
- Sanfte Bewegung (Yoga, Spaziergänge, Tanzen)
- Gespräche mit vertrauten Menschen
- Tägliche Selbstfürsorge-Routinen
- Bewusstes Atmen und Entspannen
Nach einer Ausschabung (Kürettage)
Nach einer Ausschabung werden Gewebereste entfernt. Dabei können feine Verletzungen der Schleimhaut entstehen.
Daher raten viele Gynäkolog:innen, mindestens drei Monate auf Geschlechtsverkehr und eine neue Schwangerschaft zu verzichten. Diese Zeit ermöglicht der Gebärmutter vollständige Regeneration.
Dein Arzt begleitet Dich dabei mit Ultraschall und Nachuntersuchungen.
Häufige Ursachen einer Fehlgeburt
Etwa 50–60 % der frühen Fehlgeburten hängen mit chromosomalen Veränderungen beim Embryo zusammen.
Fetale Ursachen:
- Chromosomenstörungen
- Infektionen des Embryos
Väterliche Ursachen:
- DNA-Schäden in Spermien
- Genetische Auffälligkeiten
Mütterliche Ursachen:
- Hormonstörungen (z. B. Schilddrüse, Diabetes)
- Durchblutungsstörungen oder Fehlbildungen der Gebärmutter
- Autoimmunerkrankungen (z. B. PCOS)
- Starker Stress, Rauchen, Alkohol
Mehr dazu liest Du in unserem Artikel: PCO-Syndrom und Kinderwunsch
Untersuchungen nach wiederholtem Abort
Nach zwei oder mehr Fehlgeburten empfehlen Ärzt:innen eine gründliche Diagnostik, um Ursachen zu erkennen und gezielt zu behandeln.
Typische Untersuchungen:
- Chromosomenanalyse bei Frau, Mann und ggf. Embryo
- Hormonstatus (Blutbild)
- Abstriche zur Erkennung von Infektionen
- Ultraschall & Gebärmutterspiegelung
- Antikörpertests bei Verdacht auf Autoimmunreaktionen
Auch der Vater kann eine Rolle spielen: Männer von Frauen mit wiederholten Fehlgeburten zeigen häufiger DNA-Schäden in Spermien. Eine Untersuchung namens Spermiogramm gibt Aufschluss über Zahl, Beweglichkeit und Form der Spermien.
Männliche Unterstützung: MascuPRO Fertilität enthält Selen (für Spermienbildung) und Zink (für normale Fruchtbarkeit).
Wie kann Dein Partner unterstützen?
- Emotionale Stabilität geben
- Zuhören ohne Druck
- Gemeinsame Rituale schaffen
- Arzttermine begleiten
- Selbst auf Lebensstil achten (Ernährung, Nährstoffe, Stressreduktion)
Psychische Heilung: Wenn die Seele Zeit braucht
Trauer ist kein Rückschritt – sie ist ein Weg, Heilung zuzulassen.
Viele Frauen erleben Gefühle wie Schuld, Wut oder Leere. Diese Emotionen sind normal und dürfen Raum haben.
Was jetzt hilft:
- Gespräche mit vertrauten Personen oder Selbsthilfegruppen
- Rituale wie Kerzen anzünden oder Tagebuch schreiben
- Psychologische Begleitung, wenn die Trauer bleibt
- Zeit – Heilung ist kein Wettlauf
Wenn Du wieder Hoffnung spürst, ist das oft das stärkste Zeichen, dass Körper und Seele bereit sind.
Tipps, um nach einer Fehlgeburt wieder schwanger zu werden
- Achte auf ausgewogene Ernährung und ausreichende Nährstoffe
- Starte mit Kinderwunschvitaminen wie BabyFORTE Kinderwunsch
- Bewege Dich regelmäßig – sanft und ohne Druck
- Vermeide Nikotin, Alkohol und zu viel Koffein
- Sprich mit Deinem Frauenarzt über Deinen Zyklus
- Reduziere Stress und sorge für Erholung
So unterstützt Du Deinen Körper optimal bei einem neuen Beginn.
Fazit
Nach einer Fehlgeburt darfst Du Dir Zeit nehmen – körperlich und seelisch. Wenn Du Dich bereit fühlst, kannst Du sanft in eine neue Hoffnung starten.
Die Chancen auf eine gesunde Schwangerschaft stehen gut – und Du bist nicht allein auf diesem Weg.
Hinweis:
Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen wende Dich bitte an Deine Ärztin oder Deinen Arzt.
















