Immer mehr Männer sind von eingeschränkter Fruchtbarkeit betroffen und viele wissen, es lange nicht. Unfruchtbarkeit zeigt sich oft erst, wenn trotz regelmäßigem, ungeschütztem Geschlechtsverkehr über längere Zeit keine Schwangerschaft eintritt.
Doch was steckt dahinter? Ob OAT-Syndrom, hormonelle Veränderungen oder Lebensstilfaktoren, die Ursachen sind vielfältig, und viele davon behandelbar. Ihr seid nicht allein und es gibt viele Wege, die eigene Fruchtbarkeit besser zu verstehen und gezielt zu fördern.
Was Du auf dieser Seite findest
- Ab wann gilt ein Mann als unfruchtbar?
- Warum werden Männer unfruchtbar?
- Wie kann ich testen, ob ich fruchtbar bin?
- In welchem Alter ist der Mann am fruchtbarsten?
- OAT-Syndrom – Was bedeutet das?
- Kann man Unfruchtbarkeit beim Mann behandeln?
- Tipps zur Unterstützung der Fruchtbarkeit
Wann gilt ein Mann als unfruchtbar?
Von Unfruchtbarkeit oder Zeugungsunfähigkeit spricht man, wenn nach über einem Jahr ungeschütztem Geschlechtsverkehr keine Schwangerschaft eingetreten ist, obwohl bei der Partnerin keine medizinischen Gründe vorliegen. Die Ursachen können sehr unterschiedlich sein: genetisch, organisch oder hormonell.
Gut zu wissen:
Schon kleine Störungen im Hormonhaushalt oder der Samenproduktion können die Fruchtbarkeit beeinflussen. Ein Arzt oder eine Ärztin kann dies durch ein sogenanntes Spermiogramm abklären.
Warum werden Männer unfruchtbar?
Die Ursachen für eine eingeschränkte Fruchtbarkeit beim Mann sind vielfältig. Hier findet Ihr einen Überblick über die häufigsten Gründe:
- Hodenhochstand: Wenn sich die Hoden nicht dauerhaft im Hodensack befinden, werden sie zu warm. Das kann die Spermienproduktion stören.
- Hodenverletzungen: Verletzungen oder Entzündungen können das Hodengewebe schädigen und so die Spermienproduktion einschränken.
- Gestörter Harnblasenverschluss: Wenn die Muskulatur zwischen Harnblase und Prostata nicht richtig funktioniert, kann die Samenflüssigkeit bei der Ejakulation in die Blase gelangen, anstatt nach außen.
- Gestörter Spermientransport: Verschlossene oder fehlgebildete Samenleiter können verhindern, dass die Spermien die Samenflüssigkeit erreichen.
- Zu wenige oder keine Spermien: Erkrankungen wie Azoospermie führen dazu, dass zu wenige oder keine beweglichen Spermien im Ejakulat vorhanden sind.
- Autoimmunreaktion: Wenn der Körper eigene Samenzellen als „fremd“ erkennt, können Antikörper sie angreifen und so die Befruchtung verhindern.
- Lebensstil & Umwelt: Rauchen, Alkohol, Drogen oder häufige Hitzeeinwirkung (z. B. Sauna, Laptop auf dem Schoß) wirken sich negativ auf die Spermienqualität aus. Auch Pestizide und Umweltgifte können eine Rolle spielen.
Wie kann ich testen, ob ich fruchtbar bin?
Wenn Ihr wissen wollt, wie es um Eure Fruchtbarkeit steht, habt Ihr verschiedene Möglichkeiten:
Fruchtbarkeitstest zu Hause:
- Diese Tests messen die Menge der Spermien im Ejakulat. Ein Ergebnis über 20 Millionen Spermien pro Milliliter gilt als normal.
- Sie geben jedoch keinen Aufschluss über die Beweglichkeit oder Form der Spermien.
Spermiogramm beim Arzt:
- Das ist die zuverlässigste Methode. Dabei werden Spermienanzahl, Beweglichkeit und Form analysiert. So kann festgestellt werden, ob eine Einschränkung vorliegt.
💡Tipp: Wenn Ihr Zweifel habt oder bereits länger probiert, schwanger zu werden, sprecht offen mit Eurer Ärztin oder Eurem Arzt. Die Ursachen sind oft behandelbar.
In welchem Alter ist der Mann am fruchtbarsten?
Mit Beginn der Pubertät ist ein Mann grundsätzlich fruchtbar. Die höchste Spermienqualität liegt meist zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr. Danach nimmt sie langsam ab, vor allem die Beweglichkeit der Spermien und die genetische Stabilität.
OAT-Syndrom – Was bedeutet das?
Das OAT-Syndrom steht für Oligo-Astheno-Teratozoospermie, also zu wenige (oligo), zu langsame (astheno) und zu viele verformte (terato) Spermien.
Es gibt drei Schweregrade:
- Grad I: leicht eingeschränkte Zeugungsfähigkeit
- Grad II: mittelgradige Beeinträchtigung
- Grad III: stark eingeschränkte Fruchtbarkeit
Kann man trotz OAT-Syndrom Vater werden?
Ja. Je nach Ausprägung. Bei leichteren Formen kann eine gezielte Therapie helfen, die Spermienqualität zu unterstützen. Bei schwereren Fällen kommt manchmal eine Kinderwunschbehandlung wie die ICSI-Methode infrage.
Kann man Unfruchtbarkeit beim Mann behandeln?
Ja, in vielen Fällen ist das möglich. Entscheidend ist die Ursache. Hier sind die wichtigsten Behandlungsansätze:
Ernährung & Mikronährstoffe:
- Eine ausgewogene Ernährung mit Zink, Selen, Folsäure, Vitamin C und E ist wichtig. Viele Männer vertrauen auf MascuPRO Fertilität.
- Weitere Infos: Checkliste – Spermienqualität verbessern
Lebensstil anpassen:
- Ein gesunder Lebensstil kann sich positiv auf die Fruchtbarkeit auswirken. Dazu gehören Stressabbau, ausreichend Schlaf und regelmäßige Bewegung.
Medizinische Behandlungen:
- Liegt ein Hormonmangel vor, können Medikamente helfen.
- Bei verschlossenen Samenleitern oder Krampfadern im Hoden (Varikozele) kann ein operativer Eingriff sinnvoll sein.
Kinderwunschbehandlung:
- Bei schwerer Infertilität können moderne Methoden wie ICSI oder IVF dabei helfen, den Kinderwunsch zu erfüllen.
Tipps zur Unterstützung der Fruchtbarkeit
- Achtet auf eine ausgewogene Ernährung mit viel frischem Obst, Gemüse und gesunden Fetten.
- Meidet Nikotin, Alkohol und übermäßige Hitzeeinwirkung.
- Tragt lockere Kleidung, um die Temperatur im Hodenbereich zu regulieren.
- Regelmäßige Bewegung fördert die Durchblutung. Exzessiver Sport kann jedoch das Gegenteil bewirken.
- Lasst medizinische Ursachen frühzeitig abklären, je eher, desto besser.
Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen wende Dich bitte an Deine Ärztin oder Deinen Arzt.
















